Beteiligung und Beschwerden

Demokratische Prinzipien und professionelle Dienstleistungen bilden den Kern unserer Identität.

Die umfassende Einbeziehung der Adressat*innen in die Hilfeplanung und Hilfegestaltung sehen wir als wesentliches Qualitätsmerkmal unserer Leistungen. Mitgestaltung und Mitbestimmung tragen entscheidend zur Wirksamkeit der Unterstützung bei. Unsere Pädagog*innen haben die Aufgabe, in den Beratungs- und Begleitungssituationen ein Klima zu schaffen, in welchen es den Adressat*innen möglich wird, entsprechende Kommunikations-, Verhaltens- und Ausdrucksformen zu erwerben und zu leben. Unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen eine Schlüsselrolle hinsichtlich der Nutzung von Beteiligung und Beschwerdeverfahren ein. Sie sind sich bewusst, dass ihre persönliche Haltung gegenüber Beteiligung, Kritik und Beschwerden wesentlich zur Ermutigung von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern beiträgt.
Unserer Überzeugung nach erfordert die Beteiligung der Adressat*innen ein demokratisches Gesamtkonzept, wie es in der Organisations- und Personalentwicklung des AfJ e.V. verwirklicht wird. Das partizipative Führungskonzept des AfJ e.V. ist Voraussetzung und Garant für die lernende Organisation, die ein Klima der Beteiligung für Mitarbeiter*innen und Klient*innen schafft. Die Förderung professioneller Autonomie und die Offenheit für Kritik ermöglichen den Mitarbeiter*innen, Beteiligungsprozesse offen zu gestalten.
Dies bedeutet einerseits, dass die Mitarbeiter*innen nach den Prinzipien der Selbstführung in einem hohen Maß ihr fachliches Handeln verantwortungsvoll steuern. Dabei setzen sie sich auch mit ihren Widerständen zur Umsetzung gelingender Beteiligung auseinander. Die Achtung des Subjektes, die Schaffung eines Schutzraumes und die strikte Einhaltung demokratischer Prinzipien sollen alle Beteiligten ermutigen und befähigen an den entwickelten Partizipationsprozessen mitzuwirken.
Die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien werden von den Mitarbeiter*innen in alle wesentlichen Entscheidungsabläufe eingebunden. Sie werden in die Analyse ihrer Lebensschwierigkeiten, in die Planung der Arbeitsprozesse und in die Durchführung der Hilfen entsprechend ihrer individuellen Lebenssituation und – Möglichkeiten integriert. Risikobewertung und Gefahrenabwehr werden benannt und transparent vermittelt.

Beschwerde

Zu Beginn jeder Hilfe werden die Adressat*innen über ihre Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten umfassend in einem Gespräch aufgeklärt. Die Ansprache erfolgt ihrem Alter und ihrer Entwicklung nach geeignet und angemessen. Die Adressat*innen erhalten am Beginn einer stationären (hervorheben) Maßnahme eine Selbstverpflichtungs-erklärung des AfJ e.V. in schriftlicher Form. Diese soll ihnen die Orientierung innerhalb der Maßnahme erleichtern. Mit der Erklärung werden die Adressat*innen über ihre Rechte und grundsätzliche Fragen zur Hilfe informiert. „Handreichung: Du bist bei uns willkommen“ „Beschwerdeformular“. Für den Bereich der ambulanten und teilstationären (hervorheben) Hilfen erhalten die Klient*innen eine Handreichung, in der die Möglichkeiten zur Beschwerde und die Beschwerdewege dargestellt sind. Link: „Handreichung zum Beschwerdeweg im ambulanten Bereich“. Auch externe Beschwerdestellen sind hier aufgeführt. Die pädagogischen Leitungen garantieren in ihrer Person die zuverlässige und zeitnahe Bearbeitung der Beschwerde.

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